Campfire Voices: die Anti-Pollution Pirates

Campfire Voices: die Anti-Pollution Pirates

Text: Daniel Neilson
Fotos: Jake Baggale
Film: Summit Fever Media
Präsentiert von VOITED

An der Nordwestküste Schottlands versammelte sich eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Filmemachern, Fotografen und Geschichtenerzählern in einer stürmischen Hütte, um nach einem Schatz der besonderen Art zu suchen. Unter der Leitung von Summit Fever Media in Zusammenarbeit mit VOITED kamen sie mit dem Ziel, genau diese abgelegenen Küsten in einem besseren Zustand zu hinterlassen, als sie sie vorgefunden hatten.

Die Piraten kommen! Vom Meer und über die Bergstraßen hinweg. Sie übernachten in abgelegenen Hütten und durchkämmen nachts die Strände. Natürlich sind sie auf der Suche nach Schätzen. Aber diese Piraten suchen nach einer anderen Art von Schatz, denn was für den einen Müll ist, kann für den anderen ein Schatz sein.

Das oben genannte Sprichwort wurde im 19. Jahrhundert in Hector Urquharts „Popular Tales of the West Highlands” im Zusammenhang mit seiner Leidenschaft für das Sammeln von Geschichten – von seinem Freund salopp als „Geschwätz” bezeichnet – in den schottischen Highlands verwendet, und genau dort beginnt auch diese Geschichte.

Um das Feuer in der Hütte saß eine Gruppe von Freunden, die sich am besten als bunt zusammengewürfelt beschreiben lässt. Da waren Ellie und Matt Green von Summit Fever Media, die den Film in Zusammenarbeit mit VOITED leiteten. Jake Baggaley machte Fotos, zusammen mit Jenny Tough und John Summerton von Sidetracked sowie den Freunden Wim Stevenson und Maleek Kuba-Kuba.

Am zweiten Tag tobte das Wetter draußen und hämmerte gegen die mit Spinnweben bedeckten Fenster der Hütte, während der Wind ungehindert durch die Ritzen wehte. Das Feuer tat sein Bestes, um uns zu wärmen und unsere Kleidung zu trocknen, die an einer Schnur von der Decke hing, sowie unsere Stiefel, die auf dem Herd lagen. Überall waren kleine Andenken der vielen Menschen zu sehen, die hier schon übernachtet hatten: Jakobsmuscheln, die an das Fenster gelehnt waren, ein paar Bücher. Das Team kam spät an, sammelte unterwegs Holz und machte als Erstes ein Feuer im Ofen. Danach war endlich Zeit für uns als Freunde gekommen, sich in Ruhe zu unterhalten und das Projekt zu besprechen. Eigentlich wollten wir mit dem Packraft anreisen, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung ... und die Angst, dass wir einfach zu viel zu tragen gehabt hätten. Und genau das wäre auch passiert.

„Vor einigen Jahren kamen wir in diese Gegend und verliebten uns sofort in sie“, sagte Matt Green, „aber wir waren überrascht und sehr traurig, dass sie trotz ihrer Abgeschiedenheit unter so viel Müll aus dem Meer zu leiden hatte. Wir waren sofort begeistert, als wir mit VOITED darüber sprachen, was wir gegen diese Situation tun könnten, also haben wir ein Team von ein paar verrückten Gleichgesinnten zusammengestellt und uns auf den Weg gemacht. Jetzt sind wir hier, um etwas zu verändern – und auch wenn es sich manchmal nur nach einem kleinen Beitrag anfühlt, ist es trotzdem wichtig, den Menschen zu zeigen, dass es gar nicht so schwer ist, ein Abenteuer zu erleben, eine gute Zeit zu haben und einen Ort besser zu hinterlassen, als man ihn vorgefunden hat.

„Abenteuer mit Sinn sind wirklich wichtig, und genauso wichtig ist es, von seinen Abenteuern zu berichten – sei es, indem man einfach seinen Freunden erzählt, was man erlebt hat, über soziale Medien oder, wie in unserem Fall, durch unsere Filme.

„Matt hatte damit den Kern des Problems angesprochen: Wie kann eine Handvoll Menschen etwas bewirken? Das Sauberhalten eines Strandes, das Aufsammeln des Mülls aus unserer modernen Zeit würde zwar für eine Weile zu einer Verbesserung in diesem Gebiet führen, aber das Problem ist riesig und vor allem global. Wir überlegten also weiter, was der wichtigste Punkt bei unserer Reise sein sollte?

„Als Filmemacher fühle ich mich verpflichtet, diese Geschichten zu erzählen, denn wir haben die Möglichkeit, das Handeln und Verhalten anderer Menschen zu beeinflussen, wenn sie Abenteuer erleben und in die Welt hinausziehen. Wenn wir die Menschen dazu ermutigen, auch nur eine einzige Sache aufzusammeln, dann ist das eine Sache weniger, die dort draußen herumliegt.“

An diesem Morgen hatte sich das Wetter verschlechtert. Eine richtige Regenwand brach über Loch a’ Chàirn Bhàin herein und schlug gnadenlos gegen die Hütte. Nach der zweiten Tasse Kaffee und ohne Aussicht auf eine Wetterbesserung wurde jedoch beschlossen, sich die Ausrüstung von VOITED zu schnappen und hinaus in die Natur zu gehen.

Jake Baggaley sagte später: „Ich war wirklich überrascht über die Menge an Müll, die wir am Strand gefunden haben, und wie dieser mit der Landschaft schon richtig eins geworden war. Über den Seilen wuchs Gras, und es sah aus, als wäre das Plastik mit dem Land verwachsen.“

Ein Großteil des Mülls bestand – ironischerweise, wenn man bedenkt, dass dieser große Auswirkungen auf das Ökosystem im Meer hat – hauptsächlich aus Abfällen des industriellen Fischfangs: Seile, Schiffsbeutel, Schwimmer, Styropor, das beim Fischen verwendet wird, und einfach nur irgendwelche Kleinteile. Und dann war da noch die Plastikverpackung von Shein.

„Es war ein tolles Gefühl, an einem so schönen Ort zu sein“, fügte Jake hinzu. „Und das Gefühl, dass wir ihn in einem besseren Zustand hinterlassen, als wir ihn vorgefunden haben. Das ist wirklich etwas Positives.“

Zurück in der Hütte, wo das Feuer wieder knisterte, die nassen Kleider wieder aufgehängt waren und Maleek mit einem Jetboil Wunder vollbrachte, reflektierte das Team über den Tag.

„Wir haben darüber gesprochen, wie demoralisierend das sein kann“, sagte Wim Stevenson, „weil es einfach so viel davon gibt und ob das, was wir getan haben, überhaupt etwas bewirkt. Es ist ein reines Zahlenspiel, aber die Bedeutung unseres Handelns zeigt sich in der Geschichte der Aktion.

„Bei Industrieabfällen muss man erst handeln, um dann über das Handeln zu sprechen, um dann die Kultur zu verändern, um dann Einfluss auf politische Veränderungen zu nehmen. Es ist ein Sandkorn in einem Strand der Veränderung.“

Ellie nickte neben ihm. Allein wäre das alles nicht zu schaffen gewesen. Sie sagte: „Wir haben diese Reise vor etwa fünf Jahren begonnen, um genau an diesen Punkt zu gelangen. Wir hatten diese kleine Idee und wollten sie auch umsetzen – aber mit einer Gruppe von Menschen, die die gleiche Einstellung teilen und ebenso leidenschaftlich daran interessiert waren, diese abgelegenen Gebiete, die uns so am Herzen liegen, so gut wie möglich zu hinterlassen.“

Man braucht Freunde, Engagement – und die Unterstützung eines Geschäftspartners hilft ebenfalls. „VOITED ist der ideale Partner. Wir haben sie kennengelernt, als sie einen Beach Clean-Up in Cornwall organisierten, und sie sind wirklich mit Herz und Seele für die Sache dabei, eben etwas zu bewegen. Wir wussten, dass die Wetterbedingungen hier oben schwierig sein würden, aber ihre Produkte sind ideal, wenn man draußen nass und schmutzig geworden ist.“

Jake stimmte zu. „Ich arbeite schon seit mehreren Jahren bei einigen Shootings mit VOITED zusammen und schätze ihr Mindset zum Thema Outdoor sehr. VOITED ist immer super positiv und möchte den Menschen zeigen, wie viel Spaß es macht, draußen zu sein und die Natur zu genießen. Deshalb habe ich mich immer gefreut mit ihnen zusammen zu arbeiten. Es macht einfach jedes Mal viel Spaß und hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht.“

Mittlerweile hatte sich der Regen weiter ins Landesinnere verschoben, ein Regenbogen zog auf, und die Sonne erreichte den See. Es war Zeit zum Schwimmen. Die Hunde Wynter und Lola waren die ersten, die sich in den schwarzen See wagten, dicht gefolgt (aber etwas ängstlich) von den Anti-Pollution Pirates. Das war auf jeden Fall eine andere Art von Spaß. Whisky, warm eingepackt am Feuer, ein paar Akkorde auf Wims Ukulele (natürlich ein Seemannslied) und ein gemütlicher Abend mit Gesprächen und Spaß: So scheinen alle Abende in einer schottischen Hütte zu verlaufen.

Der Morgen danach war jedoch ernüchternd auf mehrere Arten, als sie 600 Liter Müll heraus schleppten. Wir brauchen mehr Piraten.

Der Film „Anti-Pollution Pirates“ wird auf verschiedenen europäischen Filmfestivals gezeigt, darunter auch beim Fort William Mountain Festival in Schottland.

Film von Summit Fever Media @sfm_films
Fotografie von Jake Baggaley: @jakebaggaley.photographer
Drehbuch von Daniel Neilson: @danieljneilson

Neueste Abenteuertipps und Geschichten

Melde dich für unseren VOITED-Newsletter an, um spannende Geschichten und exklusive Produktvorschauen zu erhalten.